Conventer Niederung - Ein Stück einzigartiger Natur direkt bei Börgerende

Die "Conventer Niederung" ist ein Moorgebiet von ungefähr 1200 Hektar. Bereits in den 30iger Jahren wurden die 216 Hektar um den Conventer See zum Naturschutzgebiet erklärt. In weitläufigen Areal leben eine Vielfalt von Sumpf- und Wasservögeln. Es gilt als eines der wichtigsten Wasservögelbrut- und -rastgebiete an der Ostseeküste.

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Wikipedia/Ch.Pagenkopf

Herzstück der Conventer Niederung ist der Conventer See. Dieser befindet sich unmittelbar hinter der Ostseeküste bei Börgerende-Rethwisch und ist nur wenige Kilometer von unseren Ferienwohnungen entfernt. Er ist ca. 1,7 Kilometer lang und ca. 0,8 Kilometer breit. In früheren Zeiten war der See noch eine Ostseebucht. Seinen Namen erhielt der See von Zisterziensermönche des Klosters Bad Doberan. Sie bewirtschafteten den See und begannen vermutlich um 1260, die Niederung zu entwässern.

In den 60er Jahren wurde die Conventer Niederung zum Schutz der Ackerländern verändert und damit eine teilweise Absenkung des Bodens um etwa 80 cm hervorgerufen. Durch den 1968 erfolgten Bau der Jemnitzschleuse wurde der Wasseraustausch des Sees mit der Ostsee gestoppt.

Das Naturschutzgebiet Conventer See umfasst ein 216 Hektar großes Areal direkt bei Börgerende. Es handelt sich um einen durch Küstenschutzanlagen abgeriegelten Strandsee, der eine hohe Bedeutung für die Vogelwelt als Brut- und Rastgebiet besitzt. Das Schutzgebiet umfasst den Conventer See mit angrenzenden Flächendirekt bei Börgerende. Ein Einblick in das Schutzgebiet ist vom Jemnitzsperrwerk möglich. Die eigentlichen Flächen dürfen nicht betreten werden.

Um die drohende Verlandung des Conventer Sees abzuwenden und den Forderungen des Hochwasserschutzes nachzukommen, wurden 2006 durch das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) in Rostock umfangreiche Maßnahmen beauftragt. Dazu gehören der Bau eines Kanals, der die Ostsee mit dem Conventer See verbindet und damit einen Wasseraustausch gewährleistet, der Ersatzneubau der Jemnitzschleuse und die Sanierung der zwei vorhandenen Molen. Die Jemnitzschleuse und die angrenzenden Deichanlagen wurden so gebaut, dass der Küstenabschnitt in Börgerende einem Hochwasser bei schwerer Sturmflut standhalten kann. Mit den am 17. August 2006 übergebenen Anlagen wurden damit die Voraussetzungen für eine ökologische Zustandsverbesserung der gesamten Conventer Niederung geschaffen.